Durch das
Zipfelbachtal
Aktualisiert: 15.10.2011
Akt. Datum: 19.05.2012
Durch die Zipfelbachschlucht zum Randecker Maar

29.5.2011 9.30 – 12.30 Uhr ab Wanderparkplatz oberhalb von Hepsisau
Bericht Dr.Wolfgang Roser
Fotos Jochen Kresse und Wolfgang Roser
Internetbearbeitung Jochen Kresse

Blick ins Maar
Blick ins Randecker Maar mit Reiner Enkelmann

Zur Führung hatten sich 63 Teilnehmer/innen eingefunden, begleitet von 8 Volunteers.

Zum ersten Thema Streuobstwiesen am Albtrauf schilderte unser Obstbauexperte Rudolf Thaler die neuen Projekte LIFE+ zum Erhalt dieser beliebten, aber stark gefährdeten Kulturlandschaft.

Anschließend ging es in zwei Gruppen (Roland Krämer mit Ingrid Dauschek, Reiner Enkelmann mit Wolfgang Roser) in der Zipfelbachschlucht aufwärts am Bach entlang.
Thema war hier die Erosionskraft des Wassers am Steilhang des Albtraufs.
Fast ein Drittel des vulkanischen Sprengtrichters Randecker Maar ist schon abgetragen.
Vulkangestein liegt in einzelnen Blöcken neben den Weißjurakalken im Bachbett.
Der Wald ist ein typischer Hangbuchenwald, durchmischt mit Berg- und Spitzahorn, Eschen und Ulmen.
Links des Baches berührt der Weg eine besonders geschützte Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.
Der obere Teil des Randecker Maars ist Weidegebiet mit schönen alten Weidbäumen.
Berühmt ist der Blick vom Salzmannstein: Hier hat man den größten Sprengtrichter (1,3 km im Durchmesser) des Schwäbischen Vulkans vor sich, entstanden vor ca. 16 Millionen Jahren.
Durch die v-förmige Kerbe, die der Zipfelbach in den Albtrauf geschnitten hat, blickt man auf die Limburg. Hier ist ein Vulkanschlot als Härtling im Albvorland stehen geblieben.
Vom einstigen Maarsee zeugen Fossilfunde, von denen einige in der Ziegelhütte ausgestellt sind.