Schertelshöhle
Beschreibung

Aktualisiert: 09.11.2011
Aktuelles Datum: 22.02.2012

Die Schertelshöhle ist 212 m lang, 160 m sind für die Besucher zugänglich gemacht worden. Die natürliche Höhlenöffnung besteht aus einer Einsturzdoline, dem „Kuhloch“. Der Eingangsstollen teilt den Höhlengang in zwei Abschnitte: Der rechte, in nördlicher Richtung orientierte Gang ist 117 m lang, sein hinterer Teil ist für Besucher nicht zugänglich. Der linke Gang ist nach Westen orientiert, hat eine Länge von 95 m und führt in die Domhalle. Beim Blick nach oben sieht man dort hoch in der kuppelförmigen Decke das durch das Kuhloch eindringende Tageslicht. Für Fledermäuse und Eulen ist es eine günstige Einflugöffnung, um ihre Schlafplätze in der Höhle zu erreichen.

Trotz der Verluste durch Zerstörungen enthalten beide Höhlenstrecken immer noch außergewöhnlich schöne Tropfsteine und Sinterbildungen. Man sieht röhrenförmige Stalaktiten und säulenförmige Stalagmiten, deren verschiedene Farben durch frisch abgeschiedenen weißen Calcit, schwarzen Rauch von Fackeln und rötliche Eisenverbindungen hervorgerufen werden. In der Mitte des rechten Gangs befindet sich eine massive Tropfsteinformation, die so genannte Orgel.

Wie die meisten der großen Albhöhlen ist dieses Höhlensystem als Flusshöhle entstanden. Erst nach dem Absinken des Karstwasserspiegels wurden die trocken gefallenen Gänge durch Abscheidung von Kalk mit Tropfsteinen und Sinter ausgekleidet.

Ganz in der Nähe der Schertelshöhle auf der gegenüber liegenden Seite des Tälchens befindet sich in den Unteren Felsenkalken (ki2) das eindrucksvolle Höhlenportal des Steinernen Hauses. Dahinter liegt eine über 10 m hohe Halle, deren Wände teilweise mit Sinterkalk bedeckt sind. Die Höhle ist ca. 50 m lang und frei zugänglich.

Der obere breite Teil des Hasentals endet am Grauen Stein (693 m ü.N.N.). Hier endet der Talboden der ehemals zur Donau führenden Ur-Fils. Als ein deutlich tiefer eingeschnittener Talabschnitt mit größerem Gefälle (33 Höhenmeter pro Kilometer) führt das Hasental hinab zur Fils. Mit ihrer starken Abtragungskraft als Neckar-Zufluss konnte sie das ehemals hoch über ihrem heutigen Lauf liegende Tal der Urfils und das Ur-Lonetal bis zur Mündung in den Neckar zerstören.

Am Ende des Hasentals liegt der Filsursprung (625 m ü.N.N.). Seine Quelle entspringt als Schichtquelle an der Oberseite der Lacunosa-Mergel (Weißjura). Durch diese weitgehend wasserundurchlässige Sohlschicht wird das im oberen Karststockwerk des Oberjurakalks gespeicherte Wasser ans Tageslicht geleitet.