Wer auf oder vor den oft bizarr verwitterten Felsen am Albtrauf steht, z.B. am Gelben Fels des Teckbergs, braucht etwas Fantasie, um sich als Taucher zwischen den Riffen des tropischen Jurameeres zu fühlen. Auf dem damaligen Meeresboden wuchsen bis in 60 m Tiefe vor allem Schwämme mit Kieselskeletten. Sie boten zwischen ihren teller- und becherförmigen Bauten vielerlei anderen Tierarten Versteck oder Wohnung. Dichte Matten von Cyanobakterien bewirkten zusätzliche Kalkabscheidung und damit Zementierung der Schwämme zu kompakten Riffen. 
Massenkalk

Bankkalk
Beim späteren Versteinern tierischer Reste wurde meist die Kieselsäure herausgelöst und der Kalk manchmal durch Dolomit ersetzt. Dadurch sind außer Schwämmen kaum mehr Fossilien zu erkennen und die Schwammstotzen als Massenkalk auffällig verschieden von den gleichaltrigen Bankkalken, die zwischen den Riffen in horizontaler Schichtung abgelagert wurden als chemisch und durch Mikroben sowie Algen ausgefällter Kalkschlamm, vermischt mit den Kalkschalen von Kleinlebewesen und den von den Wellen zerriebenen Schalentrümmern verschiedener Meerestiere.
Schubweise von Flüssen in das Meer eingespülte Tontrübe ergab zwischendurch das Mischsediment Mergel aus Kalk und Ton. Dieses Material ist im Unterschied zum zerklüfteten wasserdurchlässigen Bankkalk wasserstauend und damit ein Quellhorizont.