Von Roland Krämer, Jürgen Mauch und Wolfgang Roser
Ein heimatkundlicher Führer im Taschenbuchformat
176 S. zahlreiche farbige Abbildungen und Kartenausschnitte zu 12
Erkundungstouren
ISBN 978-3-925589-48-5 Euro 14,80
GO Verlag GmbH et Co. KG Kirchheim unter Teck 2009


Wasser und Kalk sind ganz verschiedene Stoffe, doch sie haben in engster Wechselwirkung die Landschaft der Schwäbischen Alb hervorgebracht und formen sie noch weiter. Kalkfelsen und –höhlen sind faszinierende Orte, die ohne Regen und Quellwasser gar nicht da wären, sie haben eine lange Naturgeschichte vor aller Menschenzeit. Auf den von Kalksteinen bedeckten Äckern wird seit 7000 Jahren gesät und geerntet. In den Kalksteinbrüchen werden große Mengen des Rohstoffs Kalk abgebaut und in teilweise wenig bekannter Weise verwertet. Unsere menschliche Existenz ist viel enger als wir vermuten mit dem Kalk verknüpft, auch wenn er uns manchmal lästig erscheint.
Wer mehr weiß, sieht mehr, schätzt mehr, schont und schützt. Unter diesem Motto wird mit diesem Buch ein neuer Zugang zum Kennenlernen der Schwäbischen Alb mit Schwerpunkt Biosphärengebiet eröffnet. Zunächst geht es auf 12 Erkundungstouren zu Fuß, per Rad oder mit dem Auto zu verschiedenen sehenswerten Erscheinungsformen des Kalks der Alb. Alle Touren sind begangen und erprobt. Die Tourenvorschläge machen Lust auf Landschaft und Natur.
Dann wird im zweiten Teil dasTitelthema in einem unerwartet weiten Bogen aufgespannt: von den Anfängen der Kalkentstehung vor Milliarden Jahren über das Jurameer bis zum heutigen Mittelgebirge, von den Albhöhlen als Schatzkammern der Eiszeit entlang der Kulturlandschaftsgeschichte bis zur Einrichtung des UNESCO-Biosphärenreservats. Wie die Menschen diese zunächst von Wasser und Kalk geformte Landschaft zur Kulturlandschaft umgestaltet, darin gelebt haben und weiterhin leben wollen, wird gut verständlich dargestellt.
Das Buch begleitet ein Ausstellungsprojekt, das von den Autoren zusammen mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb entwickelt und vom Biosphärengebiet Schwäbische Alb und weiteren Sponsoren gefördert wurde. Die Ausstellung ist im Schopflocher Naturschutzzentrum bis Ende Februar 2010 zu sehen.